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EINSATZ - RIESENDINGHÖHLE vom 08.06. bis 19.06. 2014

Die Landesstelle der Höhlenrettung Tirol war ab Pfingstsonntag mit insgesamt 9 Rettern im Assistenzeinsatz am Untersberg in Bayern. Ein deutscher Höhlenforscher lag schwer verletzt in rund 1000 Metern Tiefe. Die Hauptaufgabe war das mitgebrachte “CAVE LINK - Untertagekommunikationssystem” aufzubauen und in Betrieb zu nehmen. Bereits kurz nach Ankunft am Höhleneingang (ca. 1840 ü.d.M.) konnte eine Verbindung in das erste Biwak hergestellt werden. In weiterer Folge dauerte es auch nicht lange bis alle weiteren Biwaks erreicht wurden. Die dort tätigen Höhlenforscher hatten bereits Jahre vorher die für das Cave Link-System nötigen Antennen verlegt. Dies stellte sich als entscheidender Vorteil für die schnelle Inbetriebnahme heraus. Als Vorsichtsmaßnahmen wurden nahe dem Höhleneingang weitere Antennenkabel entsprechend „abtretsicher“ verlegt um eine lange Funktionsdauer zu gewährleisten und bei einer ca. 40 Gehminuten entfernten Schutzhütte eine 400 Meter lange Antenne so aufgebaut, dass im Fall eines Schlechtwettereinbruchs auch von dort aus mittels Cave Link Kontakt in das Höhlensystem hergestellt werden kann. In sehr harmonischer Zusammenarbeit mit den anderen österreichischen Einsatzstellen konnte dann das Cave Link bis zum erfolgreichen Ende der Rettung stabil in Funktion gehalten werden. Zum weiteren Aufgabenspektrum der Tiroler Retter gehörte in den ersten Tagen u.a. die Steinschlagsituation im Eingangsbereich zu entschärfen sowie dort einige Seileinbauten zu ergänzen und zu erneuern, Materialtransport in die Höhle, sogar wurden etliche Säcke Arzneimittel im nahen Krankenhaus ausgefasst und höhlentauglich verpackt. Ein Mitglied war für die Koordination im Tal tätig, schlussendlich auch in der „Einsatzleitung Höhle“. Abschließend kann gesagt werden, dass trotz dieser extrem aufwändigen Bergung Höhlenretter aus 5 (!) verschiedenen Nationen (Italien, Kroatien, Schweiz, Österreich, Deutschland) sehr harmonisch kooperierten. Obwohl insgesamt ca. 700 Helfer vor Ort waren - teilweise 60 bis 70 Personen gleichzeitig unter Tage - verlief der Einsatz glücklicherweise unfallfrei. Besonderen Dank gilt Felix Ziegler (CH), der jederzeit mit technischem Support für das Cave Link zur Verfügung stand. Dem verunfallten Höhlenforscher Johann W. wünschen wir Gute Erholung! Glück tief! Gerold Sturmmair, Höhlenrettung-Landesverband Tirol
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